Über mich
Bild Sarah Volpert Inhaberin von Seelenkonferenz

Getrieben durch meine eigene Geschichte beschäftige ich mich seit 10 Jahren mit persönlicher Weiterentwicklung. Schon in meinem Studium Kommunikationsdesign hat mich besonders die Kommunikation interessiert und wie man diese fördern kann. Da mein Wissenshunger nicht gestillt wurde, habe ich angefangen nebenbei Angewandte Psychologie zu studieren. Alle Fragen und Antworten, die ich Dir präsentiere oder stelle, sind durch meine eigene Geschichte, meine Neugierde, mein Wissen rund um die Psychologie und meine persönlichen Erfahrungen entstanden.
Schon immer war es mir ein Anliegen, mein Umfeld dazu anzuregen, sich mehr mit sich selbst auseinander zu setzen und alles noch einmal zu hinterfragen. Denn ich bin überzeugt, können wir uns alle ein Stück mehr lieben, wird die Welt bereits zu einem freundlicheren Ort.

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Die Theorie der Selbstbestimmung

In diesem Artikel möchte ich Dir ein für mich sehr spannendes Buch vorstellen, „Drive. Was Sie wirklich motiviert.“ von Daniel H. Pink und Dir mehr über die Theorie der Selbstbestimmung erzählen.

Diese besagt, dass der Mensch 3 angeborene, psychologische Bedürfnisse hat: Nämlich das Bedürfnis nach Kompetenz, das Bedürfnis nach Selbstbestimmtheit und das Bedürfnis nach Verbundenheit.

Ein Auszug aus dem Buch:

„Die Idee von Management (sprich das Management von Menschen und nicht von irgendwelchen Versorgungsketten) basiert auf bestimmten Annahmen über die grundlegenden Eigenschaften jener, die gemanagt werden sollen. Sie setzt voraus, dass wir einen Anstoß brauchen, um aktiv zu werden und uns in Bewegung zu setzen, weil wir sonst ohne Belohnung oder Bestrafung glücklich und träge auf der Stelle treten würden. Sie setzt zudem voraus, dass Menschen, sind sie erst einmal in Bewegung geraten, Führung benötigen – dass sie ohne einen strengen und vertrauenswürdigen Führer vom Weg abkommen würden.“ – Daniel H. Pink

Ich zeige Dir diese kurze Passage, weil dieses Denken über den Menschen in vielen Köpfen in der Gesellschaft steckt. „Aber ist das unsere wahre Natur?“ fragt der Autor. Er ist überzeugt, dass es nicht so ist, und ich möchte mich, nach Lektüre seines Buches, dieser Meinung anschließen.
Denn die wahre Natur des Menschen ist, dass er kreativ und neugierig ist.

Die Theorie der Selbstbestimmung

Entwickelt wurde die Theorie der Selbstbestimmung von Edward Deci und Richard Ryan im Jahr 1993/2000. Der Ausgangspunkt für diese Theorie war, dass intrinsische Motivation, also Motivation, die aus uns heraus kommt und uns von innen heraus antreibt, häufig nicht gesteigert wird, wenn externe Belohnungen versprochen werden. Ganz im Gegenteil, die Wissenschaftler konnten feststellen, dass die intrinsische Motivation sogar abgesenkt wurde.

Warum? Weil unsere natürliche Tendenz, uns Herausforderungen zu suchen und unsere eigenen Fähigkeiten zu prüfen, durch externe Belohnungen gestört oder abgeschaltet wird. (Deci & Ryan, 2000) Droht man uns also mit Strafe oder bietet man uns eine Belohnung an, um eine Aufgaben zu erfüllen, handeln wir aus externer Motivation heraus. Diese treibt uns lediglich an um ein Ziel, Strafe vermeiden oder Belohnung erhalten, zu erreichen.

Unmotiviert ist nicht gleich faul

Vielleicht fragst Du Dich, wie dieses Wissen im Zusammenhang mit „Selbstliebe“ steht?
Ich höre oft von anderen Menschen und ehrlicherweise bin auch ich so groß geworden, dass jemand, der viel arbeitet und viel leistet, fleißig und jemand, der nichts tut und unmotiviert handelt, faul ist.
Manchmal mag das schon sein, es gibt immer „schwarze Schafe“. Aber ich würde Dich gerne durch die Erläuterung der Selbstbestimmungstheorie dazu anregen, diese Annahme einmal anders zu betrachten und vor allem zu hinterfragen.

Gehen wir davon aus, Du bist gerade nicht glücklich in Deinem Job, Dir fehlt der Antrieb und Dir fehlt jegliche Motivation zu arbeiten. Dann bist Du nicht faul, sondern es wird mindestens eins der drei oben genannten Bedürfnisse nicht erfüllt. Eventuell fehlt Dir die Möglichkeit, Deine Kompetenz auszuleben, weil Du nur Aufgaben machen musst, die auch ein Mitarbeiter erledigen könnte, der nicht Dein Wissen und Können hat. Oder es fehlt Dir an Selbstbestimmtheit, weil Dein Chef oder Dein Unternehmen sehr strenge Kontrollrichtlinien hat.

Spürst Du eine hohe Unmotiviertheit, dann frage Dich: Was fehlt mir in meinem Job oder in meinem Leben? Warum mache ich diesen Job/dieses Hobby oder diese Aufgabe? Wenn das Erfüllen nur extrinsischer Natur ist, wie zum Beispiel, dass Du von Dir verlangst, dass Du fünfmal die Woche Sport machen musst, weil es alle so tun, dann lass es lieber bleiben. Du wirst keine Freude dabei empfinden und es auch auf lange Sicht nur tun, weil Du es Dir aufzwingst. In den wirklichen Flow kommst Du, wenn Du aus intrinsischer Motivation handelst.

Selbstliebe ist…

Sich bewusst zu machen, in welchen Situationen man aus intrinsischer Motivation handelt und in welchen aus extrinsischer. Versuche mehr Aktivitäten, die Du mit intrinsischer Motivation ausführst und Deine Bedürfnisse nach Selbstbestimmtheit, Kompetenz und Verbundenheit erfüllen, in Dein Leben zu integrieren.

Quellen:
Drive: Was Sie wirklich motiviert, Daniel H.Pink
Blog: Selbstbestimmungstheorie der Motivation nach Deci und Ryan
Deci and Ryan’s self-determination theory: A view from the hierarchical model of intrinsic and extrinsic motivation

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