Über mich
Bild Sarah Volpert Inhaberin von Seelenkonferenz

Getrieben durch meine eigene Geschichte beschäftige ich mich seit 10 Jahren mit persönlicher Weiterentwicklung. Schon in meinem Studium Kommunikationsdesign hat mich besonders die Kommunikation interessiert und wie man diese fördern kann. Da mein Wissenshunger nicht gestillt wurde, habe ich angefangen nebenbei Angewandte Psychologie zu studieren. Alle Fragen und Antworten, die ich Dir präsentiere oder stelle, sind durch meine eigene Geschichte, meine Neugierde, mein Wissen rund um die Psychologie und meine persönlichen Erfahrungen entstanden.
Schon immer war es mir ein Anliegen, mein Umfeld dazu anzuregen, sich mehr mit sich selbst auseinander zu setzen und alles noch einmal zu hinterfragen. Denn ich bin überzeugt, können wir uns alle ein Stück mehr lieben, wird die Welt bereits zu einem freundlicheren Ort.

Sarah Gründerin von Seelenkonferenz glücklich im Wasser, der fröhliches Gesichtsausdruck lässt das Herz sprechen
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Die Sprache Deines Herzens

Kennst Du den Unterschied zwischen Deinem Ego und Deinem Herzen? Weißt Du, wie es sich anfühlt, wenn Dein Ego oder wenn Dein Herz spricht?

Ich kannte den Unterschied lange Zeit nicht. Oder besser gesagt: Ich konnte den Unterschied nicht spüren. Die Sprache meines Herzens, andere nennen es Intuition oder Bauchgefühl, habe ich erstmal auf dem Camino, zu Deutsch Jakobsweg, kennen gelernt. (Link zu Blogartikel Buen Camino) Erst dort war ich weit weg genug vom Alltag, um meine Gefühle deutlich wahrzunehmen und den Unterschied zu erkennen. Während dieser Zeit habe ich auch das Buch „Mut: Lebe wild und gefährlich“ gelesen, welches meine Entwicklung maßgeblich beeinflusst hat.

Wie fühlt sich die Sprache des Egos an?

Wenn ich die Bezeichnung „Ego“ verwende, meine ich das „Ich“ nach Freud. Ich spreche von unserer Psyche, die sich aus unseren ureigenen Trieben, nach Freud dem „Es“ und unserem Bewusstsein zusammen setzt. Du hörst Deine Psyche tagtäglich, stündlich, minütlich, eigentlich immer mit Dir sprechen.

Mach doch einmal ein kleines Experiment:

Hör einmal ohne Bewertung Deinen eigenen Gedanken zu. Was hörst Du? Wahrscheinlich eine Stimme, die alles um Dich herum bewertet, Dir ständig Tipps gibt, was Du besser machen könntest, wie sich heute das Wetter anfühlt und ob Dir kalt oder warm ist.
Wenn Du es geschafft hast, dieser Stimme einfach nur zuzuhören und sie nicht zu bewerten, sondern Dich in gewisser Weise dahinter zurück zu ziehen, dann hast Du Dein Bewusstsein kennen gelernt. Denn Dein bewusstes Sein bewertet nicht. Es ist Deine Psyche, die alles bewertet.

Und das tut auch das Ego – es bewertet. Hörst Du Dich oder jemand anderes Sätze sagen, wie „Das habe ich nicht verdient!“, „Er oder sie hätte mich anders behandeln sollen!“, „Es ist nicht meine Aufgabe, ihm oder ihr zu helfen, ich habe alles richtig gemacht.“ dann spricht Dein Ego aus Dir, das deutlich aufzeigen möchte, dass es gut ist, es richtig gehandelt hat und es wertvoll ist. Dein Ego möchte anerkannt und geliebt werden. Verurteile Dich nicht dafür, das sind natürliche Grundbedürfnisse, die wir alle haben.
Allerdings spricht Dein Ego immer aus Angst vor Mangel. Wenn Dein Ego Sätze formt wie „Er hat mich nicht verdient!“, „Ich kann das besser!“ oder „Warum kann man mich nicht einfach anerkennen?“ dann hat es Angst, dass seine Bedürfnisse nicht erfüllt werden und ein schlechtes Gefühl zurück bleibt. Und wir Menschen haben im Endeffekt nur zwei Ziele: Gute Gefühle vermehren und negative Gefühle vermeiden.

Wie erkenne ich die Sprache der Intuition?

In dem Buch „Mut: Lebe wild und gefährlich“ erzählt der Autor Osho eine interessante Geschichte. „Ein Junge kratzt sich dauernd am Kopf. Eines Tages fragte ihn sein Vater: << Mein Sohn, warum kratzt du dich denn immer am Kopf? >> Der Junge erwiderte: <<Weil ich der Einzige bin, der weiß, wo es mich juckt.>>“
Der Autor möchte damit zum Ausdruck bringen, was inneres Gespür ist, welches viele von uns nahezu verlernt haben zu erspüren, geschweige denn darauf zu vertrauen.

Wie es mir auf meiner Reise erging

Als ich auf dem Jakobsweg war, hatte ich ein ähnliches Gespür: Ich hatte das konstante Gefühl, ich müsse schneller laufen. Es hat mich einmal bis nachts in den Schlaf begleitet und mich stundenlang wach liegen lassen. In dieser Nacht hatte ich nur einen Gedanken im Kopf: Ich muss weiter laufen, ich muss schneller meinen Bestimmungsort erreichen.
Das war eine Tagesetappe vor León.
Erst später habe ich erfahren, dass es bei León einen positiv getesteten Fall von Corona gab. Allerdings hatte ich da die Stadt schon hinter mir gelassen.

Sprach mein Ego zu mir?

Ich habe mich oft danach gefragt, was dieses Gefühl in mir war und woher es kam. Vielleicht war es mein Ego, das mir gesagt hat, ich muss schneller laufen, um mich mit anderen besser messen zu können? Ich weiß es nicht. Aber ich weiß, dass ich dieses Gefühl hatte und es mir geholfen hat. Wäre ich langsamer gelaufen, hätte ich meinen Weg sehr viel früher abbrechen müssen und wäre vielleicht sogar krank geworden, da wir meistens in engen Schlafräumen mit vielen Menschen geschlafen haben. So habe ich noch sehr viele wundervolle Orte, Städte und Landschaften gesehen und konnte den Weg fast bis zum Ende gehen.

Lerne die Stimme Deiner Intuition kennen

Ich, als auch der Autor des Buches „Mut: Lebe wild und gefährlich“ möchten damit sagen, dass nur Du Deine Gefühle spüren kannst und nur Du wissen kannst, wie es in Dir ausschaut. Hast Du ein Gefühl in Dir, welches Dich oder andere nicht bewerten möchte, welches nichts erreichen möchte und vielleicht noch nicht einmal richtig erklärbar ist, dann hast Du die Stimme Deiner Intuition kennen gelernt.

Allerdings sind wir meistens viel zu abhängig von den Bewertungen anderer und vertrauen mehr der Stimme unserer Psyche, die uns dann einreden möchte, dass wir unsere Gefühle falsch wahrnehmen. So glauben wir auch anderen Menschen, wenn sie uns sagen, wir sähen heute so glücklich aus, dass wir glücklich sind.

Vertraue Dir selbst, höre auf Deine inneren Gefühle, gib der Stimme Deines Herzens Raum und lass los von der Angst, nicht gut genug zu sein. Diese Angst wird begleitet von Deinem Ego, was sich im besten Licht darstellen will. Je mehr positive Bewertungen von außen, desto kleiner die Angst – meinst Du. Aber entsteht dadurch nicht eine gewisse Abhängigkeit? Denn Du wirst immer wieder die Befürwortung der anderen benötigen, um Deine negativen Stimmen zum Schweigen zu bekommen.

„Mut: Lebe wild und gefährlich“

Ich möchte Dich daher dazu anregen mutiger zu werden. Höre auf Dein Herz, denn es bewertet nicht, es liebt. Kannst Du eine wertfreie Stimme hören, ist es Deine Intuition, die zu Dir spricht. Vertraue ihr, folge ihr und Du wirst wunderbares erfahren.

Zusätzlich möchte Dir auch das bereits mehrfach erwähnte Buch „Mut: Lebe wild und gefährlich“ von Osho empfehlen. Sei gewarnt, es ist keine Lektüre, die Dir Honig um den Mund schmieren möchte. Der Autor wird Dich provozieren, Dich aus Deiner Komfortzone zerren und möglicherweise Dein Weltbild in Frage stellen. Aber es lohnt sich: Nach der Lektüre bist Du vielleicht bereit, Dich voller Mut Kopf über ins Leben zu stürzen.

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